[neuer Beitrag / [ politik ]
wolf: kann es sein dass es noch weitere fotos gibt von ihnen bei paramilitärischen übungen?
strache: nein, ich habe alle fotos weiter gegeben
wolf: nun, dann frage ich konkreter: "kann es sein, dass es fotos gibt von ihnen mit zum hitlergruss erhobener rechter hand?"
strache:: stottert und bringt kein wort mehr raus
[neuer Beitrag / 1 Beitrag] [ wien politik ]
Darf ich vorstellen. Das ist ein Schmutzkübel. Sogar ein ganz besonderer. Sie sehen hier den Schmutzkübel - Wahlkampf. Wenn in Österreich jemandem jetwas ganz besonders Böses wiederfährt, dann weiß man immer gleich wer Schuld ist, und das weiß auch die ÖVP. Denn der Schmutzkübel-Wahlkampf wurde eingekauft und zwar von einem "US-israelischen" Team. Und damit das nicht sobald verloren geht, hab ich mir ein Bild [hier klicken] erlaubt. Und wie der Wolfgang dazu lieb schauen kann.
Natürlich, die ÖVP hat ja grad jegliches Recht beleidigt zu sein. Das kann man verstehen. So hübsch hatte man sich damals an die Macht geschummelt.Und jetzt das. Am Wahlsonntag war Wolfgang den ganzen Tag schon kaum mehr zur Kommunikation fähig gewesen. Er schwieg und starrte gebannt auf den Bildschirm. Es war irgendwie gemein .Der eigene Balken bei den Hochrechnungen war immer der erste war. Und er war zu kurz. Der Balken der anderen war immer um dieses kleine Stück länger. Damit hatte wirklich niemand gerechnet. Und der Wolfgang auch nicht. Gut, er war ein wenig großkotzig gewesen während des Wahlkampfs. Er hatte die anderen nicht wirklich ernst genommen. Er war nicht wirklich anwesend gewesen. Dann hatte er einmal etwas erwähnt, über Emanzen und Flachliegen. Dann hatte er schnell wieder geschwiegen. "Hätt ich doch nur nichts gesagt, hätt ich doch nur nichts gesagt", dachte er bei sich.
Und immer noch diese schrecklichen Hochrechnungen. Der eigene Balken immer ein kleines Stück kürzer als der der anderen. Er muß zur Presse. Der Journalist stellt ihm Fragen. Er antwortet mit einem kurzen "Das kann ich noch nicht sagen, das muß ich mir bei der Regierungsbildung überlegen". "Sie haben die Wahl nicht gewonnen", weißt ihm der Journalist freundlichen den Weg in die Realität zurück. Aber auch das kann man verstehen. Dieser Sonntag war ein großer Schock für den Wolfgang.
In den nächsten Tagen wurde viel darüber nachgedacht, was denn nun eigentlich so schief gelaufen war. War es der Wahlkampf? War es die Politik vorher, in den letzten Jahren? Und dann, am 3.10. hat es der Herr Lopatka verkünden können. Ein "US-israelisches" Team war dabei, und dagegen hatten wir natürlich keine Chance. Gegen einen so übermächtigen Gegner kann man sich nicht wehren können. Ändert sich das eigentlich irgendwann? Oder bleibt es dabei, in diesem Land, in dem immer die selben Schuld sind, immer die Gleichen dafür verantwortlich sind, für das Böse, das Gemeine.
mhmmm. Sagts doch einfach schnell und leise Servus.
[neuer Beitrag / 2 Beiträge bisher] [ gemein arti politik ]
Am 19. Oktober 2005 wurde der Prozess gegen vier AktivistInnen des VolXtheaters zuende verhandelt.
Nach vier langen Verhandlungstagen, nach mehr als einem Jahr Prozessführung sprach der werte Richter sein Urteil. Schuldig, nicht im Sinne der Anklage, aber schuldig. Die Aktion war keine Amtsanmaßung aber eine Täuschung im Sinne des Gesetzes. Die Urteile selbst vielen mehr als mild aus. Ein Prozess der als besondere Groteske in die Geschichte des Bezirksgericht Lambach eingehen darf.
Als ZeugInnen wurden SchülerInnen und LehrerInnen gehört, eine Journalistin, die Vorsitzende des Festivals der Regionen, zwei Kunstsachverständige und als besonderer Leckerbissen der Herr Direktor. Die Aussagen der SchülerInnen selbst waren dabei noch am klarsten. Die jüngsten Beteiligten an der Aktion waren wohl die einzigen die auf das Spiel nicht reinfielen. So ziemlich alle erklärten in ihren Aussagen, dass sie das Theater durchschauten. Sie wunderten sich über Haare und Kleidung der angeblichen WissenschafterInnen. Sie stellten die gesamte Aktion in Frage und hielten fest: “ ... Ich hab von Anfang an gedacht, dass es sich dabei um eine Theateraktion handelt, ernst genommen hab ich das nie ...”.
Tja, so fit und schnelldenkend die Kinder auch waren, so unverständlich verhielt sich das Lehrpersonal. Nicht nur während der Aktion, auch im Prozess selbst schafften sie es, Aussagen zu treffen die wohl eher zu einem Disziplinarverfahren führen hätten sollen als, zu einer Verurteilung der TheateraktivistInnen. “Was waren das für Fragen die an die Kinder gestellt wurden?” “Das weiss ich nicht, ich hab nicht zugehört, ich hab inzwischen mit den anderen Kindern weitergespielt ... ”. “Was passierte nach dem der Direktor in die Aula kam?”, wollte der Richter weiter wissen. “Nun, das weiss ich auch nicht. Mein Dienst endete um 12.00 Uhr, das war ja schon nach 12.00.” Aha, zugehört hat sie keinen Moment. Sie übergab uns die Klassenliste und damit war ihre Pflichterfüllung auch schon getan, und mit dem Ende der Dienstzeit sind die SchülerInnen gleich ganz allein. Die “Schulfremden Personen” sind zwar noch anwesend, und wir müssen sie auch verklagen, aber die werte Frau Professor hat das nicht mehr interessiert. Ihr Dienst endete an diesem Tag ja um 12.00 Uhr. Andere Lehrkörper haben das Spiel sehr wohl durchschaut. “ ... Ich hab mitgespielt und die Theaterleute aus dem Raum geworfen. ... wir hatten ja gerade einen Workshop ... ”. Im gleichen Raum, so will uns die Staatsanwältiin in ihrem Schlussplädoyer weismachen, wurden Kinder verängstigt und beinahe missbraucht. Und dieser Lehrer hat das einfach mitangesehen? Dem wurde nicht bewusst, was hier mit seinen armen Kinderchens passiert? Ach ja er war gar nicht allein. Es war noch eine zweite Lehrerin im Raum. Der ist das auch nicht aufgefallen. “ ... Die Kinder haben gelacht ...”, sagt sie aus. “... Sie haben sich amüsiert ...”.
Ein besonderer Leckerbissen war jedoch die dümmliche Kühnheit des werten Herrn Direktor. Mit richtiger Begeisterung hüpfte er während der Aktion und auch später im Prozess von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen. Bereits in seiner ersten Aussage, am ersten Prozesstag war er der Lacherfolg des Tages. Zu Beginn der Aktion gingen zwei VolXtheatermenschen in seine Kanzlei um ihn über die Aktion zu informieren. Ganz theatralisch natürlich. Es wurde ihm ein Schreiben vorgelegt, dass kurz zuvor stümperhaft hergestellt worden war. Es war eigentlich ein anderer Text, der einfach mit schwarzem Markerstift ein wenig umgestaltet wurde. Am Kopf des Schreibens fand sich eine äusserst schlechte Kopie des Staatswappens. Als Stempel diente eine Zwei-Euro Münze. Unterschrieben war das Papier, dass quasi den Befehl zur Biometrischen Datenerfassung enthielt, von einer Richterin namens Iris Scanner. Den Direktor hielt das alles nicht davon ab, an die Echtheit der Aktion zu glauben. Erst als ihm die Staatsanwältin das Papier erneut vorlegte und ihn nochmal fragte ob er das tatsächlich für glaubwürdig hielt musste er eingestehen, dass selbständiges Denken nicht zu seinen grossen Fähigkeiten zählt. Wir wären “absolut Glaubhaft” gewesen und hätten durch unser Auftreten alles getan um ihn davon zu überzeugen, dass es sich hier tatsächlich um eine Aktion des Amtes für biometrische Datenerfassung handle. Weder die schlechten Requisiten noch die Ausweisschilder mit Sonnenbrillen konnten daran rütteln. Der Direktor glaubte, was ihm vom scheinbar existierenden Amt diktiert wurde und er gefiel sich noch dazu dabei.
Weniger gefiel ihm jedoch die Art wie er von der Staatsanwältin befragt wurde. Er fühlte sich in seiner Funktion als Kronzeuge der Anklage nicht bestätigt. Natürlich sie hatte ihn auch ziemlich bloß gestellt. Sie fragte ihn, ob ihm denn nicht aufgefallen sei, dass hier von einem Paragraphen 00 geschrieben werde. Und weil er darauf wieder nicht antworten konnte fügte sie hinzu: “Selbst einem Nichtjuristen wie ihnen müsste es doch bekannt sein, dass es einen Paragraphen 00 nicht geben kann”. Das musste Folgen haben wie wir am letzten Verhandlungstag bei einer weiteren Einvernahme des Direktors mit staunenden Ohren verfolgen durften. Weil die Staatsanwältin unangenehme Fragen gestellt hatte, schrieb ihr der Direktor einen persönlichen Brief. Er wollte sie darauf aufmerksam machen, dass er ein Zeuge der Anklage sei und wohl mit gebührenden Respekt von ihr behandelt werden wollte. Dass das im Sinne eines bürgerlichen Gerichts nicht im geringsten zu ihren Aufgabe zählt war ihm einfach nicht bekannt. Muss es ja auch nicht, was weiss schon ein Schuldirektor.
Ein Resumee ist schwer, vielleicht dieses: Wenn ich um unser schlechtes Auftreten nicht selbst Bescheid wüsste, wenn ich nicht wüsste, dass Requisiten wie der Irisscanner aus einer schwarzen Schachtel und einer aufgeklebten Taschenlampe bestanden, wenn ich nicht dabei gewesen wäre, wie den SchülerInnen völlig irrelevante Fragen gestellt wurden ... Wenn ich das alles nicht selbst gesehen hätte, dann würde ich wohl davon ausgehen, dass diese Aktion hervorragend geplant und durchgeführt wurde. Tja, so ist es aber nicht, und bis heute frag ich mich wie es ein derartiges Maß an Machtgläubigkeit, vorauseilendem Gehorsam und einfacher Dummheit geben kann, an einer Schule, unter den Lehrkräften.
In seiner letzten Aussage bringt es der Herr Direktor noch einmal auf den Punkt. “Diese Leute haben unsere Einfältigkeit und unser Staatstreue ausgenützt”. Ja Herr Direktor das haben wir getan, sie haben zwei Jahre gebraucht um das auch nur halbwegs verstehen zu können und nun wären sie gut beraten darüber nochmal in aller Stille nachzudenken.
[neuer Beitrag / [ wien politik ]
da hab ich doch schon fast geglaubt, wien wird eine richtige stadt. denkste ... schnell hat der nationalrat "eine Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes abgesegnet ... " schrecklich ...
wien wird eine richtige stadt schrieb ich vor ner weile in dieses blog. und nun gibts doch glatt schon ein eigenes gesetz gegen die liebgewonnenen huetchenspieler. endlich war mal ein bisserl leben auf den strassen. abseits von einkaufsrummel und superhektik auch mal was lustiges zu sehen. liebe leute strassenmusik, glueckspiel und kleine gaunereien gehoeren in eine stadt die von sich sagt eine metropole zu sein. alles andere ist kleinkarierte kacke die unertraegliche langweiligkeit der oesterreicherInnen. furchtbar.
was les ich dann in diesem standard-forum. wie sie sich alle ergoetzen. endlich ein gesetz gegen diesen zustand. die frage 'sogn's duerfen die des' lag ihnen ja schon allen auf den lippen. schnell her mit der exekutive und die konnte nichts tun, weil verboten war das nicht. ... nur einschreiten wenn es zu verkehrsbehinderungen kommt ;) ist ja auch ein spass auf einem gehsteig mit 7 metern breite ... ach, diese stadt wird's nie lernen.
[neuer Beitrag / 1 Beitrag] [ politik spiel ]
eigentlich trau' ich ihnen das ja gar nicht zu, aber ich befuerchte beinahe, die bzoe hat mich entdeckt.
es war so ein schoener spass mit dieser bzoe und da dachte ich, da tret ich doch bei ... und schon ist post gekommen:
'Dieses Bündnis stellt eine Bündelung der konstruktiven und visionären Kräfte Österreichs dar und ist eine Einladung für alle Bürgerinnen und Bürger, mit uns gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft für unser Land zu arbeiten.' ... da wird einem gleich ganz warum ums herz ... einiges scheint noch unklar, aber daran wird gearbeitet: 'Wir bitten um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Details über inhaltliche und personelle Ausgestaltung des Bündnis Zukunft Österreich veröffentlicht haben, können Ihnen aber versichern, dass wir unser Angebot an Österreich in den nächsten Tagen bekannt geben und in der Folge auch unsere Internetseite dahingehend aktualisieren. Ein regelmäßiger Blick auf www.bzo.at zahlt sich also aus!'
Ihr Beitrittsgesuch wird in den nächsten Tagen von uns bearbeitet und Sie erhalten dann umgehend weitere Informationen!
und dann kam diese wunderschoene einladung:
'Danke vielmals für Ihre spontane Bereitschaft, Partner unserer Bewegung zu werden! Datum: Sonntag, 17. April 2005 // Uhrzeit: 10.00 Uhr (Einlass 9.00 Uhr) Ort: Flughafen Salzburg, amadeus terminal 2
Innsbrucker Bundesstraße 95, 5020 Salzburg.
Wir freuen uns, Sie persönlich beim "CHECK IN" in eine neue politische Dimension begrüßen zu dürfen!'
fuer ein paar tage war das alles echt ein grosser spass. der wahrnehmung der gegenerischen fpoe konnte man durchaus den offensiven willen zur legalisierung von drogen entnehmen: 'der fpoe kommt eine welle der symphatie entgegen'. und dazu noch wojtylas oeffentliches sterben. und jetzt kommt einfach nichts mehr. seit tagen keine nachrichten, seit tagen kein lebenszeichen. medial ist das alles wieder langweilig und die aussendungen der bzoe sind offensichtlich eingestellt worden ... ;-(
ok, der name war nicht ganz echt und unter umstaenden hab ich die adresse schlecht recherchiert oder eine phantasie-zahl als telefonnummer eingetragen, aber dass die das merken?
naja, wenigstens ist der papst tot, unter der erde und bald heilig ...
[neuer Beitrag / [ leben politik wien ]
weil ich manchmal nicht so artig bin, im sinne unseres geliebten heimatlandes, muss ich mich vor gerichte stellen lassen und wildfremden s.g. richterInnen erklaeren warum/was/wo ... so auch in lambach, im sommer 2003. nun geht das verfahren weiter und ich haette eine vorladung erhalten sollen, aber wie ... ?
21.30 es laeutet an der tuer. ich oeffne und staune nicht schlecht. vor mir stehen zwei herren, mitte 40, mit freundlichen gesichtern. 'guten abend', sage ich. 'guten abend', sagt einer der beiden. 'wir sind von der polizei und haben ihnen einen brief zuzustellen'. 'oh', sage ich, 'war dafuer nicht bisher die post zustaendig?'. 'ja', antwortet der freundlichere der beiden, 'aber nun sind wir schon hier, mit dem brief, duerfen wir kurz reinkommen'. ich war in einer etwas ueberschwaenglichen laune, 'natuerlich', sage ich und mach den beiden den weg frei in die wohnung. jaaaa, ich weiss, liebe links-finke. das ist eines der groessten vergehen, das ich macchen konnte. die goldene regel gebrochen, die da lautet: niemals, aber auch schon never ever nie und nimma, lass die pozelei in deine wohnung. aber ich dachte mir, bitte, was werden die schon viel tun. und im gegensatz zur lehrmeinung, hass ich nix mehr als dieses versteckspiel mit voellig uninteressanten beamtInnen. also rein mit euch in die gute stube. ich kann mir die frage nicht verkneifen und fang nochmal damit an: 'ist die post in konkurs gegangen?' frag ich ebenso frendlich, wie mir diese beiden herren begegnen, oder ist das jetzt ueblich, dass zivile beamte rumrennen und briefe zustellen?
(ok, ok, ich hab das viel vorsichtiger ausgedrueckt, aber gedacht hab ich es so ;-) ). da erklaert er mir doch glatt, dass ich grad umgezogen bin. punkt. und. was. und da gibt es dann als erstes einen hausbesuch im neuen bezirk. sonderbare welt ... ich wollt schon ausholen und mich auf eine erntshafte debatte ueber privatsphaere und meine rechte als buerger dieses landes einlassen, da entdecke ich, was sich so auf meinem kuechentisch befindet. uuuups, ich hab noch nie ein gespraech mit der polizei so unglaublich freundlich, schnell und ohne mich auch nur irgendwie aufzuregen ueber die buehne gebracht ... pfff und weg waren se.
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