[2007-02-27]

Ein wunderschönes Stück Österreich ...

[neuer Beitrag / 1 Beitrag] wien  gemein ]

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wenn in österreich eine bank überfallen wird und dabei geiseln genommen werden. wenn dann eine tageszeitung den geiselnehmer sprechen will. dann klingt das so:

Audio: das Interview

[ohne worte]








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[2006-11-08]

herbst ... damit abfinden ... wird wieder besser ...

[neuer Beitrag / 1 Beitrag] wohnen  haushalt  wien ]

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langsam schaff ich es, langsam find ich mich doch noch damit ab, dass dieser schoene sommer vorbei ist. es war fein, sehr sehr fein. motorradfahren, eine tolle reise, viele weinselige abende und durchliebte naechte am balkon.

gerade hab ich es geschafft die blumen reinzubringen. wenn man vom dach schaut ist alles grau geworden rings herum. die anderen obenwohnerInnen haben das wohl auch schon gemacht (vermutlich schon lange ... ;-) ). und jetzt kehrt irgendwie diese angenehme ruhe ein. warten darauf, dass es kaelter wird, dicke socken kaufen, winterjacken in betrieb nehmen, motorradjacken pflegen und verstauen. schoene taetigkeiten eigentlich, die auf eine zeit vorbereiten koennen, die auch ihre reize hat. vielleicht doch noch einen kleinen ausflug richtung sueden unternehmen?



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[2006-10-07]

servus sagen, schnell und leise wenn möglich

[neuer Beitrag / 1 Beitrag] wien  politik ]

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Darf ich vorstellen. Das ist ein Schmutzkübel. Sogar ein ganz besonderer. Sie sehen hier den Schmutzkübel - Wahlkampf. Wenn in Österreich jemandem jetwas ganz besonders Böses wiederfährt, dann weiß man immer gleich wer Schuld ist, und das weiß auch die ÖVP. Denn der Schmutzkübel-Wahlkampf wurde eingekauft und zwar von einem "US-israelischen" Team. Und damit das nicht sobald verloren geht, hab ich mir ein Bild [hier klicken]  erlaubt. Und wie der Wolfgang dazu lieb schauen kann.



Natürlich, die ÖVP hat ja grad jegliches Recht beleidigt zu sein. Das kann man verstehen. So hübsch hatte man sich damals an die Macht geschummelt.Und jetzt das. Am Wahlsonntag war Wolfgang den ganzen Tag schon kaum mehr zur Kommunikation fähig gewesen. Er schwieg und starrte gebannt auf den Bildschirm. Es war irgendwie gemein .Der eigene Balken bei den Hochrechnungen war immer der erste war. Und er war zu kurz. Der Balken der anderen war immer um dieses kleine Stück länger. Damit hatte wirklich niemand gerechnet. Und der Wolfgang auch nicht. Gut, er war ein wenig großkotzig gewesen während des Wahlkampfs. Er hatte die anderen nicht wirklich ernst genommen. Er war nicht wirklich anwesend gewesen. Dann hatte er einmal etwas erwähnt, über Emanzen und Flachliegen. Dann hatte er schnell wieder geschwiegen. "Hätt ich doch nur nichts gesagt, hätt ich doch nur nichts gesagt", dachte er bei sich.

Und immer noch diese schrecklichen Hochrechnungen. Der eigene Balken immer ein kleines Stück kürzer als der der anderen. Er muß zur Presse. Der Journalist stellt ihm Fragen. Er antwortet mit einem kurzen "Das kann ich noch nicht sagen, das muß ich mir bei der Regierungsbildung überlegen". "Sie haben die Wahl nicht gewonnen", weißt ihm der Journalist freundlichen den Weg in die Realität zurück. Aber auch das kann man verstehen. Dieser Sonntag war ein großer Schock für den Wolfgang.

In den nächsten Tagen wurde viel darüber nachgedacht, was denn nun eigentlich so schief gelaufen war. War es der Wahlkampf? War es die Politik vorher, in den letzten Jahren? Und dann, am 3.10. hat es der Herr Lopatka verkünden können. Ein "US-israelisches" Team war dabei, und dagegen hatten wir natürlich keine Chance. Gegen einen so übermächtigen Gegner kann man sich nicht wehren können. Ändert sich das eigentlich irgendwann? Oder bleibt es dabei, in diesem Land, in dem immer die selben Schuld sind, immer die Gleichen dafür verantwortlich sind, für das Böse, das Gemeine.

mhmmm. Sagts doch einfach schnell und leise Servus.



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[2005-09-30]

der schnelle staat ;(

[neuer Beitrag / wien  politik ]

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da hab ich doch schon fast geglaubt, wien wird eine richtige stadt. denkste ... schnell hat der nationalrat "eine Novelle des Wiener Veranstaltungsgesetzes abgesegnet ... " schrecklich ...

wien wird eine richtige stadt schrieb ich vor ner weile in dieses blog. und nun gibts doch glatt schon ein eigenes gesetz gegen die liebgewonnenen huetchenspieler. endlich war mal ein bisserl leben auf den strassen. abseits von einkaufsrummel und superhektik auch mal was lustiges zu sehen. liebe leute strassenmusik, glueckspiel und kleine gaunereien gehoeren in eine stadt die von sich sagt eine metropole zu sein. alles andere ist kleinkarierte kacke die unertraegliche langweiligkeit der oesterreicherInnen. furchtbar.

was les ich dann in diesem standard-forum. wie sie sich alle ergoetzen. endlich ein gesetz gegen diesen zustand. die frage 'sogn's duerfen die des' lag ihnen ja schon allen auf den lippen. schnell her mit der exekutive und die konnte nichts tun, weil verboten war das nicht. ... nur einschreiten wenn es zu verkehrsbehinderungen kommt ;) ist ja auch ein spass auf einem gehsteig mit 7 metern breite ... ach, diese stadt wird's nie lernen.



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[2005-07-20]

wien wird eine richtige stadt

[neuer Beitrag / wien  gemein ]

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ja, jetzt ist es soweit. waehrend in anderen staedten die diese bezeichnung auch verdienen das leben immer auch auf der strasse stattfand, war das in wien defakto unmoeglich. aber langsam kommt schwung in diese stadt ...

auf der mariahilferstrasse nachmittags entlang zu spazieren, mag fuer viele zeitgenossInnen ein alptraum sein. fuer mich ist es etwas ganz wunderbares. ich liebe diesen raum in dem die menschen sich nur bewegen um ihren hobbies nachzugehen. in diesem fall shopping. und jetzt gibts endlich auch gluecksspiel!
in quito, rio oder istanbul kann man auf der strasse gegen profis backgammon spielen, wuerfeln oder sich mit kartentricks das geld aus den taschen ziehen lassen. in wien gabs das nie ... langweilige provinzstadt eben. sicher kennen alle dieses kleine spielchen mit der kugel und den drei huetchen. flinke finger lassen die huetchen herumwirbeln und dann soll jemand wetten unter welchem der huetchen nun die kugel versteckt ist. natuerlich ist das beschiss. es wuerde ja sonst niemand anbieten ;). aber die wiener und wienerinnen sind ein gefundenes fressen dafuer.
mal nur zusehen hab ich mir gedacht. ich kenn doch den trick, der ist doch rund um den globus der gleiche. eigentlich wird staendig beschissen. gelegentlich wird dann recht offen gespielt, so dass sicher jemand eine richtige antwort parat hat und vor den augen der verbluefften zuschauerInnenschar innerhalb von ein paar minuten 200 oder 300 euro gewinnt. jaja, echt, die spielen dieses spiel um 100euro scheine ...
also schau ich kurz zu und hab das gefuehl, ich weiss ganz genau wo die kugel ist. drei mal lieg ich falsch. drei mal haett ich einfach zahlen muessen. das waren wohl die beschissrunden. ich steige ein in das spiel. ich war mir voellig sicher, dass jetzt die runden kommen wo ich gewinnen muss. das publikum hat zwischenzeitlich wieder gewechselt und unser gluecksspielheld war sehr daran interessiert das jetzt jemand gewinnt (damit er nachher wieder abzocken kann). ich wette um 100 euro. ich seh die kugel ganz deutlich und kann einfach das huetchen in dem sie versteckt ist verfolgen. gelassen deute ich auf das mittlere huetchen. er lueftet es und siehe da, das kuegelchen ist tatsaechlich drunter. mit betonter gelassenheit ueberreicht er mir 100 euro. ich spiele weiter. die zweite runde war ein wenig schwieriger. ich bin unsicher, aber ich hab ja meinen einsatz bereits gewonnen .. easy to do ... das rechte huetchen ist es, ich bin nicht sicher, aber ich deute einfach drauf. ist ja eh egal. wollt ja nur schauen wie er versucht mich zu bescheissen. das rechte huetchen wird gelueftet. das kuegelchen kommt zum vorschein. hehe, nochmal 100 euro gewonnen. was fuer ein tag ;)

die naechste runde. wieder ziemlich unsicher. aber ich entscheide mich schnell fuer das huetchen in der mitte. uuuuund yea. wieder gewonnen. hmm, 300 euro in vielleicht 2 minuten. das ganze muss schnell gehen. ich spiele noch 2 runden. mache einen fehler muss 100 euro wieder hergeben und gewinne schliesslich noch einmal. 300 euro in der tasche. was fuer ein nachmittag. cool, oder eigentlich voll halbweges (wie mir meine nichten erklaerten, damit ich nicht mit diesem uncoolen begriff cool der welt erklaere wie wenig halbwegs ich bin).
ich verlass den ort des geschehens. ich hab gewusst, dass ich das kann. ich kenn seinen trick (hat mir mal ein ganz aehnlicher typ in la paz verraten und offensichtlich funktioniert das echt ueberall gleich) hehe, was fuer ein nachmittag ...

naja, getraut hab ich mich natuerlich nicht, und die 300 euro hat ganz wer anderer gewonnen ... aber wien wird ne richtige stadt ... ;))



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[2005-03-23]

postzustellung als besonderer service

[neuer Beitrag / leben  politik  wien ]

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weil ich manchmal nicht so artig bin, im sinne unseres geliebten heimatlandes, muss ich mich vor gerichte stellen lassen und wildfremden s.g. richterInnen erklaeren warum/was/wo ... so auch in lambach, im sommer 2003. nun geht das verfahren weiter und ich haette eine vorladung erhalten sollen, aber wie ... ?

21.30 es laeutet an der tuer. ich oeffne und staune nicht schlecht. vor mir stehen zwei herren, mitte 40, mit freundlichen gesichtern. 'guten abend', sage ich. 'guten abend', sagt einer der beiden. 'wir sind von der polizei und haben ihnen einen brief zuzustellen'. 'oh', sage ich, 'war dafuer nicht bisher die post zustaendig?'. 'ja', antwortet der freundlichere der beiden, 'aber nun sind wir schon hier, mit dem brief, duerfen wir kurz reinkommen'. ich war in einer etwas ueberschwaenglichen laune, 'natuerlich', sage ich und mach den beiden den weg frei in die wohnung. jaaaa, ich weiss, liebe links-finke. das ist eines der groessten vergehen, das ich macchen konnte. die goldene regel gebrochen, die da lautet: niemals, aber auch schon never ever nie und nimma, lass die pozelei in deine wohnung. aber ich dachte mir, bitte, was werden die schon viel tun. und im gegensatz zur lehrmeinung, hass ich nix mehr als dieses versteckspiel mit voellig uninteressanten beamtInnen. also rein mit euch in die gute stube. ich kann mir die frage nicht verkneifen und fang nochmal damit an: 'ist die post in konkurs gegangen?' frag ich ebenso frendlich, wie mir diese beiden herren begegnen, oder ist das jetzt ueblich, dass zivile beamte rumrennen und briefe zustellen?

(ok, ok, ich hab das viel vorsichtiger ausgedrueckt, aber gedacht hab ich es so ;-) ). da erklaert er mir doch glatt, dass ich grad umgezogen bin. punkt. und. was. und da gibt es dann als erstes einen hausbesuch im neuen bezirk. sonderbare welt ... ich wollt schon ausholen und mich auf eine erntshafte debatte ueber privatsphaere und meine rechte als buerger dieses landes einlassen, da entdecke ich, was sich so auf meinem kuechentisch befindet. uuuups, ich hab noch nie ein gespraech mit der polizei so unglaublich freundlich, schnell und ohne mich auch nur irgendwie aufzuregen ueber die buehne gebracht ... pfff und weg waren se.



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